Ahoi Bier – Die Nanobrauerei

Captain Markus Friederich von Ahoi Bier

Wer kennt es nicht, das verdiente Feierabendbier, der erste kühle Schluck rinnt die durstige Kehle hinunter, und mit einem zufriedenen Ausatmen und einem kleinen Bierschaum-Schnäuzchen lässt es sich sogleich wahrhaftig genussvoll sein. Bierkultur hat eine lange Tradition, welche zurzeit eine regelrechte Revolution erlebt. Wenn auch der Bierkonsum im Allgemeinen in den letzten Jahren eher zurückgegangen ist, schiessen Klein- und Kleinstbrauereien wie Hefepilze aus dem Boden, auch im Limmattal. Nachdem in den letzten Jahrzehnten hier wenig in Sachen Bierbraukunst zu vermerken war, machen jetzt gleich mehrere Kleinunternehmen von sich reden, welche sich mit Herzblut dem Craft Brewing gewidmet haben. Einer dieser Betriebe ist seit 2011 das Ahoi Bier. Ins Leben gerufen hat dies Markus Friederich. 

 

Nach einem Geschäftsausflug hat den heute 34-jährigen Chemielaboranten die Leidenschaft für die Braukunst gepackt. Nach ersten Experimenten in der Küche war sein Bier irgendwann so süffig, dass er gar nicht genug davon für seinen Freundeskreis herstellen konnte. Nach dem Rückzug nach Schlieren kam damit auch der Entschluss, seine Brauwerkstatt in der Garage seiner WG aufzubauen. Mit viel Kreativität, mit der ihm seine beruflichen Kenntnisse nebst der Ambition zugutekamen, entstand die Nanobrauerei.  Mauern, Klempnern und Verdrahten von elektrischen Geräten wurde angelernt. In seinem selbst zusammengeschweissten Sudwerk können um die 120–200 Liter Bier auf einmal hergestellt werden. Natürlich nur mit den feinsten Rohstoffen, viel Feingefühl und Knowhow. So entstehen naturbelassene und nicht pasteurisierte Bierkreationen, saisonal und in geringer Auflage hergestellt. Unterschiedlichste Kombinationen von Malz-, Hopfen- und Hefesorten, auch mal mit speziellen Zusätzen wie Passionsfrucht, Whiskymalz, Eichenholzchips, Ahornsirup oder Eukalyptus; gar der Magnolienbaum, welcher in seinem Garten blüht, kam schon zum Einsatz. 

An Inspiration und Ideenreichtum fehlt es hier nirgends
und das schmeckt.


Obwohl bei Ahoi Bier abgesehen von Besuchen an Bierfestivals so gut wie kein Marketing betrieben wird, hat Friederich keine Mühe, seine Bierkreationen an die Leute zu bringen. So kann man sein Bier schon in verschiedenen Craft-Beer-Bars in Zürich finden. Der Markt habe eher ihn gefunden als umgekehrt, sagt er. Im Handel sind die unetikettierten Flaschen mit Kordel um den Hals noch nicht erhältlich, man holt sich die Kiste oder ein Fass einfach gleich in der Ahoi Bier Brauerei-Garage im Schlieremer Industriequartier. Eigenkapital wurde bisher in die Nanobrauerei investiert und ist zeitgleich mit den Einnahmen auf eine schwarze Null gekommen. Jährlich werden bei Ahoi Bier rund 5000 Liter produziert.  Ziel ist ein gesundes Wachstum, die Qualität und handwerkliche Passion im Bier soll für den Kunden erhalten bleiben. Als Nächstes wird eine doppelt so grosse Brauanlage inkl. Flaschenabfüllanlage geplant, zusammen mit seinem neuen und hochmotivierten Partner Lukas Spühler kann dann bedeutend mehr ausgestossen werden. Der grosse Traum ist es, als Subunternehmen in einem Brewpub zu brauen, dafür suchen sie einen Partner, der die Gastronomie übernehmen würde. Wir finden das grossartig und heben mit einem «Ahoi» den Krug in die Höhe!

Massgeschneiderte Events


Für Firmen und Gruppen werden Degustationen inkl. Brauereirundgänge oder Einführungen in die Welt des Bieres bis hin zu ganztägigen Brauseminaren angeboten.

Weitere Infos unter
www.ahoibier.ch

 

Die Ahoi-Bier-Crew: Lukas Spühler und Markus Friederich