Bürogarten

Seit zwei Jahren bewirtschaften wir im Innenhof der nachhaltigen Überbauung «Futura» unseren Bürogarten. Eine Oase mitten in Schlieren. «Urban Gardening» verbessert nicht nur das Mikroklima und fördert die Artenvielfalt, es hilft uns auch zu entschleunigen. Selbstversorgung in Städten gewinnt aufgrund des Bevölkerungswachstums vermehrt an Bedeutung. Doch für gute Erträge spielen entscheidende Faktoren eine zentrale Rolle: Ein fruchtbarer Boden mit optimaler Nährstoffversorgung, der perfekte Zeitpunkt für die Aussaat und die tägliche Pflege des Gartens sind zentral. Mit Dünger wird das Wachstum gefördert. Nützlinge wie Bienen, Schmetterlinge und Fliegen sind unerlässlich, deshalb sollte man darauf achten, Pflanzen biologisch anzubauen, die so als Lebensraum für viele Arten dienen. Auf eine gute Ernte ist man stolz, teilt sie mit der Familie, mit Freunden und den Nachbarn. Sie wird kulinarisch zelebriert. Es gibt gute Jahre und es gibt schlechte Jahre. Auch wenn eine Pflanze perfekt kultiviert wird, kann sie krank, durch Witterungsumstände geschwächt oder gar zerstört werden. Das tut weh, weil viel Zeit und Herzblut darin steckt. Man lernt dazu, optimiert und probiert es im nächsten Jahr erneut. Fällt Ihnen etwas auf? Da gibt es viele Parallelen zum Aufbau eines Start-ups.

Mit der aktuellen Ausgabe möchten wir darauf aufmerksam machen, welche Chancen sich uns bieten, wenn wir nachhaltiger mit unseren Ressourcen wirtschaften. Die Digitalisierung bietet uns neue Möglichkeiten, die wir nutzen müssen. Es gibt Plattformen für mehr Wissen und Aufklärung, High-Tech-Bereiche, in welchen uns Drohnen und Roboter unterstützen, neue Technologien, die Unmögliches möglich machen, die Krankheiten heilen oder ihnen vorbeugen können – und Crowdfunding, welches die Masse beflügelt, genau in diese neuen Möglichkeiten zu investieren. Die Motivation, in der heutigen Zeit ein Printmagazin auf den Markt zu bringen, sind genau diese Menschen, die mit innovativen Ideen, Zukunftsvisionen und Willenskraft die Welt verändern. Um Start-ups Sichtbarkeit zu geben, braucht es ein Medium wie «booster». Es braucht eine Redaktion, welche mit sorgfältiger Recherche die Inhalte zusammenstellt, Fotografen und Filmer, die bildlich festhalten, digitale Gestalter und Marketingexperten, die einen Auftritt planen und umsetzen. Und nötig sind auch finanzielle Mittel durch Inserenten und Unterstützer, die fördern wollen, aber auch profitieren können. Wichtig sind Events wie die SuisseEMEX, der Marketing-Kongress, das Wirtschaftspodium Limmattal und das Digital Festival, um sich zu informieren, zu präsentieren und um persönliche Kontakte zu knüpfen. Und es braucht interessierte Leser, die Neues entdecken wollen. Die heutigen Möglichkeiten erlauben uns, gezielt anzusprechen und dabei eine breite Zielgruppe im Blick zu haben. Die Digitalisierung hilft uns, einen Klassiker wie das Printmedium mit Augmented Reality zu verstärken. Inhalte können so interaktiv ergänzt werden. So wird ein auf Papier gedruckter Bericht mit digitalem Videocontent, 3D-Modellen oder animierten Grafiken erweitert. Magazine und Zeitungen sterben nicht aus, sie werden neu gedacht und stellen sich ihrer Verantwortung. Augmented Reality kombiniert mit Print, das erinnert an den «Tagespropheten» aus «Harry Potter». Es ist die Magie der Gegenwart und nicht mehr «nur» Science Fiction. 

Natalie Kistler
Co-Founder «booster»
Redaktionsleitung und Grafik