Der Personal Trainer für die Hosentasche

Das Start-up kinastic hat ein einzigartiges Produkt für die Fitness-Szene geschaffen und damit den Nerv der Zeit getroffen. Bereits heute nutzen zahlreiche Studios und Mitglieder ihre Lösung. In Zukunft soll jeder von einem virtuellen Personal Coaching profitieren können.

Bild: Kinastic

Das Winterthurer Start-up kinastic ist heute weit von dem Studierendenprojekt entfernt, das es 2015 einmal war. Zu sechst, mit je drei Gründern und drei Mitarbeitern, arbeiten sie rund um die Uhr daran, die Trainingswelt im Fitness Studio zu digitalisieren. Wobei sie das Wort «Digitalisierung» lieber vermeiden: «Aus unserer Sicht ist Digitalisierung nur Mittel zum Zweck. Sie muss sich nahtlos in bestehende Strukturen einbetten und bleibt im besten Fall weitgehend unbemerkt», erklärt Alex von Siebenthal, Mitgründer und CEO. Dazu arbeiten sie eng mit ihren Kunden, den Fitness-Studios, und ihren Nutzern, den Trainierenden zusammen: «Kunden stehen bei kinastic im Mittelpunkt. Wir entwickeln unsere Lösung gemeinsam mit ihnen weiter, was sich als Erfolgsrezept erwiesen hat.

Ihre Lösung vereinfacht den bestehenden Coachingprozess wie auch die Trainingsaufzeichnung beim Endnutzer mithilfe heutiger Technologien wie Smartphones, Tablets und Sensoren. Fitness-Instruktoren erhalten so Einblick in das Trainingsverhalten ihrer Mitglieder und können sie dadurch noch besser und individueller betreuen. Obwohl kinastic oft im Wettbewerb mit etablierten Playern steht, kann es sich dank der Einfachheit des Produkts und der Möglichkeit, die Lösung auf die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Kunden individuell anzupassen, durchsetzen.

Wie geht es mit kinastic weiter? «Wir stehen erst am Anfang. Unsere Vision umfasst weitaus mehr», so von Siebenthal. Langfristig verschiebt sich der Fokus vom heutigen B2B-Modell auf den Endnutzer. Ziel ist es, einen virtuellen Personal Trainer für die Hosentasche zu entwickeln. «Ein erfahrener Personal Trainer ist die beste Unterstützung für körperliche Veränderungen, kostet aber rasch mehrere hundert Franken im Monat.» Der virtuelle Personal Coach von kinastic dagegen soll auch für die Massen zugänglich werden. Den nächsten Schritt auf dem Weg dahin haben sie bereits in Angriff genommen: Sie haben funktionierende Prototypen von intelligenten Sensoren für Fitnessgeräte und Freihanteln entwickelt, die das gesamte Training in seiner Qualität automatisiert aufzeichnen und auswerten. Dies unabhängig davon, ob im Fitness-Studio, zuhause oder draussen trainiert wird.

Weitere Infos unter
www.kinastic.com

 

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