Schweiz verliert die Gunst der Expats

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Die Schweiz gehört nicht mehr zu den Lieblingsländern von Expats. Gemäss einer Umfrage von Internations erreicht sie unter 68 Ländern nur noch Platz 44. Gegenüber dem Vorjahr hat sie 17 Plätze verloren.

 

Die Schweiz ist mit Abstand nicht mehr das Lieblingsziel der Expats, also derjenigen, die es beruflich ins Ausland verschlagen hat. In der Rangliste 2017 von Internations, dem Expat-Netzwerk des sozialen Netzwerks Xing, fällt sie um 17 Plätze auf Platz 44. Dabei rutscht sie in sämtlichen Einzelkategorien ab. Am besten schneidet sie noch in der Lebensqualität ab: In diesem Kriterium kommt sie auf Platz neun, im Vorjahr war es Platz acht gewesen. Am schlechtesten kommt sie bei den Lebenshaltungskosten weg – Platz 67, nachdem es im Vorjahr noch Platz 64 gewesen war. Auch bei der Leichtigkeit, sich hier niederzulassen, gehört sie mit Platz 65 zu den Schlusslichtern; im Vorjahr war es noch Platz 61 gewesen. Am meisten hat sich die Schweiz in der Wahrnehmung der Expats beim Familienleben verschlechtert, nämlich um sieben Plätze auf Platz 34. 

Das schlechte Abschneiden der Schweiz kann nicht mit einer möglicherweise zu kleinen Gruppe der Befragten erklärt werden: Ausländer in der Schweiz machen die drittgrösste Gruppe in der Umfrage aus; nur Ausländer in den USA und Deutschland waren zahlreicher beteiligt. 

Ein Trostpflaster für die Schweiz: 78 Prozent der Expats im Land fühlen sich generell zufrieden. Ein anderes Trostpflaster: Die Bewertungen der einzelnen Länder können stark variieren. So gewann Ekuador in der aktuellen Umfrage 22 Plätze und landete auf Platz drei. 

Auf Platz eins schaffte es Bahrain, auf Platz zwei Taiwan. In Europa kamen nur Portugal, Spanien und Tschechien unter die ersten zehn, und zwar auf Platz sechs, acht und zehn.