turicode

(zvg)

Was früher mühselige Tipp- und «copy/paste»-Arbeit war, geht heute dank turicode fast von ganz alleine: Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die auf Basis von künstlicher Intelligenz Business-relevante Daten erkennt, erfasst und ordnet.

 

Immer noch verbringen Mitarbeiter Hunderte von Stunden pro Jahr damit, wertvolle Informationen aus Dokumenten von Hand abzutippen und zu strukturieren. Diese Tätigkeit ist aufwändig, fehleranfällig und kostenintensiv. Deshalb widmet sich das Start-up turicode seit 2016 der Frage, wie Firmen und ihre Mitarbeiter diese Arbeitsschritte effizienter gestalteten können. Grund für die bisherige Form der Datenübertragung von Hand ist die Komplexität des Prozesses: «Um etwa eine Produktnummer von einer Kontonummer oder einer Preisangabe in einem Dokument zu unterscheiden und die korrekte Bedeutung zuzuweisen, sind kognitive, menschliche Fähigkeiten gefragt», erklärt Martin Keller, Gründungsmitglied von turicode. Die Antwort des Start-ups auf die Problematik: künstliche Intelligenz. Die Technologie von turicode versteht und verarbeitet Datenmengen wie ein Mensch und schürft die relevanten Informationen aus Scans, PDFs und E-Mails heraus.

Gut 80% der Business-relevanten Informationen in Unternehmen sind, laut der International Data Corporation, heute unstrukturiert und liegen somit brach für eine weitere Nutzung. Hier setzt das achtköpfige Team an und verändert die bisherigen Grenzen der Digitalisierung. Dies spart Kosten. Bisher haben viele Firmen das mühsame Schürfen von Daten ins Ausland abgegeben, allerdings mit mässigem Erfolg: «Der Prozess bleibt unverändert manuell und nicht selten ergibt ein Outsourcing-Projekt aufgrund zusätzlicher Overhead-Kosten für viele Firmen ein Nullsummenspiel», schätzt Keller die Vorteile seines Produkts ein. Um die steigende Nachfrage zu decken, bietet turicode seit Sommer 2018 die Lösung als «Software as a Service» an. Zu den Kunden gehören nebst Finanzdienstleister auch Unternehmen aus der Logistik- und Immobilienbranche. Doch auch andere Industrien können von der künstlichen Intelligenz profitieren, ist Keller überzeugt: «Weniger Aufwand bei der Datenverarbeitung, das schafft mehr Zeit für wichtigere Dinge wie Analysen, Entscheidungen und Innovation.» In den nächsten Monaten wird das Entwicklerteam weiter vergrössert, mit dem Ziel, den Informationsgehalt aus Dokumenten zugänglicher zu machen.

Weitere Infos unter
www.turicode.com

 

Martin Keller, Gründungsmitglied des Winterthurer Start-ups turicode