21 LECTURES

Lucas Betschart ist Präsident der Bitcoin Association Switzerland,
der weltweit viertgrössten Bitcoin Community, sowie Head Technology
Crypto Assets beim Technologie-Berater inacta AG und Gründer von
21 Lectures AG. Lucas ist seit Anfang 2013 in Bitcoin involviert.

 

Interview: Brigitte Kaps, Rent a PR

Was veranlasste Dich, eine Bitcoin-IT- Developer-Schmiede zu lancieren?

Im momentanen Entwicklungsstadium benötigt das Bitcoin-Ecosystem weitere Entwickler. Insbesondere mehr Entwickler, die an Bitcoin-Produkten sowie Open-Source- Projekten arbeiten. Hiervon wird die gesamte Bitcoin-Community profitieren.

Wie positioniert sich das Schweizer Bitcoin-IT-Developer-Angebot vgl. mit anderen Ländern – z. B. mit der Ukraine, Israel etc.?

Da der Bedarf an mehr Bitcoin Developers auf der ganzen Welt steigt, sehen wir uns weniger als Konkurrenz zu anderen Ländern, sondern als Ergänzung zu den bestehenden Online-Angeboten.

Wir stellen sämtliche Unterrichtsunterlagen frei zur Verfügung und freuen uns, wenn ähnliche Kurse auch in anderen Ländern durchgeführt werden.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um an den Kursen teilnehmen zu können?

Für den Basic-Kurs benötigt man ein gutes Tech-Know-how, jedoch kein Bitcoin-Vorwissen. Für den Advanced-Kurs sollte man sowohl die Basics von Bitcoin kennen, d.h. was z.B. ein «Node» macht, wie «Mining» funktioniert, was eine Bitcoin-Addresse ist etc. als auch die «Command Line» beherrschen.

Bei den praktischen Übungen verzichten wir bewusst darauf, eine spezifische Programmiersprache einzusetzen, um den Kurs für mehr «Techies» zugänglich zu machen. Hierzu setzen wir die «Command Line» und spezifische Bitcoin-Tools ein, um alles «step-by-step» von dem Random-Input bis zur finalen Transaktion zu erstellen.

Was sind die wichtigsten Kursinhalte und gibt es unterschiedliche Level?

Der Schwerpunkt liegt auf dem Bitcoin-Protokoll und dem, was benötigt wird, um Bitcoin-Software zu schreiben, d.h. Bitcoin- Adressen, Script (Bitcoin Smart Contracts) und Transaktionen, etc. Zusätzlich lernt man auch die Kryptographie-Basics von Bitcoin und verwandten Technologien sowie Einsicht in das Lightning-Protokoll. Um den Kurs auch Nicht-Bitcoinern zu ermöglichen, bieten wir einen Basic- Kurs neben dem Advanced-Kurs an.

Was muss man sich unter «Open-Source-Software» vorstellen?

«Open-Source-Software» (oder «Free-Software») ist Software bei welcher jeder den Programmcode (Source Code) kostenlos anschauen, modifizieren und verbreiten kann. Vom Android-Betriebsystem über Linux sowie grosse Teile der Software, die das Internet antreibt, sind «open source». Fast alle Software im Bitcoin-Ecosystem ist «open source». Der Vorteil darin ist, dass auf diese Art viele Entwickler und Firmen zusammenarbeiten und bessere Produkte erstellen können.

Du bietest in den Kursen die weltweit besten Experten für Bitcoin, Kryptographie und Distributed Computing auf. Wie gelang es dir sie hierfür zu gewinnen?

Den Lehrern von «21 Lectures» ist es bewusst, dass das ganze Bitcoin-Ecosystem davon profitiert, wenn wir mehr gut ausgebildete Entwickler haben. Das hat zur Teilnahme motiviert.

Seit mehr als 10 Jahren gibt es Blockchain und Bitcoin. Seit wann beschäftigst du dich mit Bitcoin und was begeistert dich daran?

Seit Anfang 2013 bin ich «in Bitcoin unterwegs». Am meisten begeistert mich die energische Community, welche seit 10 Jahren das Experiment «Bitcoin» voranbringt. Durch das riesige internationale Netzwerk von Bitcoin-Enthusiasten kann man sich mit Bitcoinern auf der ganzen Welt verbinden.

Welche langfristigen Ziele verfolgt «21 Lectures»?

Langfristig möchte ich auch Kurse in anderen deutschsprachigen Ländern anbieten. Wir denken auch darüber nach, Kurse für «Nicht-Techies» anzubieten, um z.B. Treuhändern den Umgang mit Bitcoin und die korrekte Buchhaltungsführung von Bitcoins zu erklären.

Weitere Infos unter
www.21lectures.com

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