Basler Fasnacht gehört zum Weltkulturerbe

Bild: Christian Bieri

Basel I Die UNESCO hat die Basler Fasnacht in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen. Damit wird die wichtige Rolle des Basler Dialektes bei der Vermittlung dieses Kulturerbes unterstrichen.

Von der UNESCO ist die Kandidatur der Basler Fasnacht als «beispielhaft» beurteilt worden, schreibt das Bundesamt für Kultur (BAK) in einer Medienmitteilung. Durch den Eintrag in der Repräsentativen Liste werde die «Sichtbarkeit des immateriellen Kulturerbes im städtischen Raum» verstärkt, heisst es dort weiter. Gleichzeitig mit der Aufnahme in die Liste, welche am Dezember auf der südkoreanischen Insel Jeju beschlossen wurde, hat die UNESCO auch die entsprechenden Bewahrungsmassnahmen gutgeheissen. Durch die musikalische Nachwuchsförderung im Hinblick auf die Trommeln und Pfeifen sowie pädagogisches Material für Basler Schulen soll die Teilhabe der jüngeren Generation somit gefördert werden.

An der Basler Fasnacht nehmen jährlich rund 20 000 Menschen teil, 200 000 Besucher bilden den Rahmen. Neben der Musik durch Trommeln, Pfeifen und Guggenmusiken stehen mündliche Ausdrucksformen in Form der Schnitzelbänke und das Handwerk, repräsentiert durch Zuglaternen, Larven und Kostüme, im Fokus. Das BAK unterstreicht, dass die Basler Fasnacht die Stadt prägt und in vielen Bereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik präsent ist.

Das BAK hat den Antrag auf Eintragung in die Repräsentative Liste 2016 gestellt. Mit der nun bestätigten Aufnahme ist die Basler Fasnacht der zweite Schweizer Eintrag neben dem Winzerfest in Vevey VD. (jh)