Cap Table 2.0 ‒ Excel war gestern

Founder von Ledgy: Ben, Yoko und Timo (zvg)

Zürich I Das Start-up Ledgy hat ein cloudbasiertes Aktienregister entwickelt. Die beiden Doodle-Gründer Paul Sevinç und Myke Näf haben schon investiert. Der Weg zur digitalen Aktie?

Ein Aktienregister beginnt üblicherweise mit einem Excel-Sheet. Anfangs kein Problem, es sind ja nur ein paar Zeilen. Mit der Zeit wächst es jedoch auf mehrere Seiten an und am Ende hat man oft den Überblick darüber verloren, wie viele Anteile man eigentlich gerade besitzt. Oder wie viel man bei einem potenziellen Exit bekommen würde. Denn es gibt ja noch Liquidationspräferenzen, Wandeldarlehen, Optionen; die Liste könnte noch lange weitergehen. Um Klarheit in dieses komplexe Gebiet zu bringen, hat sich das Start-up Ledgy im Juli 2017 zum Ziel gesetzt, das Aktienbuch zu standardisieren. Entstanden ist ein intuitives Online-Tool. Grafiken veranschaulichen den aktuellen Zustand sowie den zeitlichen Verlauf aller Anteile oder auch den Wert der Aktien. Finanzierungsrunden können bequem modelliert werden und auch Steuerbescheinigungen lassen sich einfach per Knopfdruck an alle Aktionäre versenden. Die Relevanz des Themas ist auch bekannten Unternehmern aus der Schweiz bewusst. Deshalb haben unter anderem auch die beiden Doodle-Gründer Paul Sevinç und Myke Näf bereits in das Projekt investiert. In Zukunft soll es auch möglich sein, Aktien direkt über die Plattform zu übertragen und zu handeln. Vielleicht sogar über einen Token auf der Blockchain. Dies würde privaten Firmen wie Start-ups oder KMUs neue Fundraising-Möglichkeiten und einen Zugang zu einem globalen Marktplatz eröffnen.

Weitere Infos unter
Ledgy.com