Climathon 2019: Neun Projektideen für eine klimafreundlichere Stadt Zürich

Im Rahmen des 24-Stunden Klima-Hackathons “Climathon” wurden von einer Jury neun Teams ausgewählt, deren Lösungsansätze heute Abend vor einem Gremium der Stadt Zürich präsentiert werden.

 

Am 25. und 26. Oktober war es soweit; 150 Tech-Expertinnen und -Experten, Kreative, Studierende und Unternehmer/-innen fanden sich im Kraftwerk Zürich zusammen, um während 24 Stunden gemeinsam neuartige und unkonventionelle Lösungsansätze gegen den Klimawandel und seine Folgen zu entwickeln. Der Fokus des Climathons lag auf den Themenbereichen «Mobilisierung der Bevölkerung», «Urban Farming», «Urbane Hitzeinseln» und «CO2 neutrales Zürich».

Im Rahmen des zweitägigen Events, der vom Impact Hub Zürich und der Stadt Zürich organisiert wurde, entstanden 26 Projektideen. Neun Teams wurden von einer Jury ausgezeichnet – sie werden heute (Mittwoch) Abend ihre Lösungsansätze der Stadt Zürich präsentieren.

«Die Stadt Zürich hat sich mich ambitionierte Klimaschutz-Ziele gesetzt. Wir können die 2000-Watt-Ziele nur erreichen, wenn wir über Generationen hinweg zusammenarbeiten, Fachwissen austauschen und innovative Lösungen entwickeln», sagt François Aellen, Direktor des Umwelt- und Gesundheitsschutzes Zürich.

Barbara Holzer, Fachbereichsleiterin Planung von Grün Stadt Zürich fügt an: «Das Engagement, die Experimentierfreudigkeit und die Beharrlichkeit der Teams haben mich beeindruckt. Jetzt gilt es, das Potenzial der präsentierten Ideen auszuloten.»

Laurene Descamps, Projektleiterin beim Impact Hub Zürich sagt: «Uns liegt viel daran, die ausgewählten Projekte mit unseren Netzwerk  aus Social Entrepreneurs zu verknüpfen. So entstehen Synergien, wodurch die Projektideen auch wirklich in die Tat umgesetzt werden können.»

Die folgenden neun Teams präsentieren heute Abend ihre Ideen. Wer am Pitch-Event teilnehmen möchte, meldet sich bei ugz-2000watt@zuerich.ch.

Collective: Wer sich im Alltag für den Klimaschutz einsetzen möchte, findet über die App Collective Gleichgesinnte und Unterstützung. Zürcherinnen und Zürcher, die bereits klimafreundlich leben, geben ihre Erfahrung weiter und begleiten Interessierte auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Lebensstil.

CloseBy: Warum ans andere Ende der Welt fliegen, wenn es das Gleiche auch hier zu sehen gibt? CloseBy zeigt auf einer Karte attraktive Alternativen in der Nähe. Statt dem Grand Canyon etwa Creux du Van im Jura. Die App gibt an, wie viel Zeit, Geld und CO2 man dadurch spart.

Awarebear: Die App Awarebear ermöglicht anhand von Kassenzetteln den persönlichen Anteil an CO2-Emissionen aus dem Konsum abzubilden und zu vergleichen. Auf spielerische Art wird darauf aufmerksam gemacht, wie sich das eigene Handeln auf die Umwelt auswirkt.

ZIG : Festivals als Möglichkeit, um nachhaltiges Verhalten aller Beteiligten zu fördern: von den Organisatoren bis zu den Besuchenden. Mithilfe eines Bewertungssystems, das bereits bei der Bewilligung ansetzt, sollen nachhaltige Produkte gefördert und Abfall reduziert werden.

Phoenxt: Vollautomatisierte Recyclingcontainer trennen und sortieren via Nahinfrarotspektroskopie die unterschiedlichen Materialien von Textilien. Die Fasern können etwa für die Produktion von Kleidung oder PET-Flaschen wiederverwertet werden.

SwitchUp by Howard: SwitchUp by Howard unterstützt Hausbesitzer beim Wechsel von Öl- und Gasheizungen zu nachhaltigen Heizlösungen. Auch Mieterinnen und Mieter können über eine Plattform selbst aktiv werden und Stimmen für das eigene Wohngebäude sammeln.

Urban Oasis: Pavement to Parks: Ein Modulsystem ermöglicht gemeinschaftlich unterhaltene Miniparks im öffentlichen Raum, in Innenhöfen oder auf Parkplätzen. Dadurch sollen die negativen Einflüsse von Hitzeinseln gemindert werden.

Mossome: Ein Gebäudeanstrich, der ganze Wände begrünt. Aus dem Verputz wächst Moos, das die Luft reinigt, Gebäude isoliert und kühlt.

Edible Roofs: Auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden in Zürich kann die Bevölkerung Gartenbeete in ihrer Nähe mieten und bewirtschaften. Edible Roofs bietet die Infrastruktur und eine Online-Plattform.

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