Ein Start-up für Start-ups

«booster» ist da! Das Magazin, das Start-ups versteht, Investoren hungrig macht und alle inspiriert. Ins Leben gerufen von drei Menschen, die Start-up sind, viel investiert haben und dabei mächtig inspiriert wurden. Es ist ein Herzensprojekt, das gute Ideen zum Fliegen bringt.

Von Yvonne von Hunnius
Wäre Pink Floyd auch ohne Verstärker die erfolgreichste Band der Welt geworden? Jede Innovation braucht einen Verstärker – auf Englisch: einen Booster. «Wir wollen das Signal von Start-ups stark machen, damit diejenigen auf sie aufmerksam werden, die ihnen den entscheidenden Kick geben können», sagt «booster»-Mitgründerin Natalie Kistler. Und da gibt es gerade eine Menge zu tun, denn die Schweiz hat 2017 mit 43 453 Neueintragungen im Schweizer Handelsregister rekordviele Gründungen zu vermelden. Die Luzernerin Natalie Kistler ist bereits seit acht Jahren mit ihrer  Werbeagentur in Schlieren bei Zürich selbständig und hat den Boom hautnah miterlebt: «Fast täglich bin ich über geniale Start-ups gestolpert und dachte mir: Ich will mehr über die Menschen dahinter wissen, was sie antreibt und inspiriert. Und ich will ihre Ideen weitertragen.» Geboren war «booster», das Magazin für Schweizer Start-ups, Investoren und Interessierte. Als Mitstreiter waren der Filmemacher und Fotograf Pascal Wasinger und der Experte für Drucksachen Andreas Kriesi schnell an Bord.

Magazin für eine neue Start-up-Szene


Im Sommer 2017 stand das Konzept fest: «booster» wird auf Papier erscheinen und den Startpunkt für eine Plattform darstellen, die vernetzt – Investoren mit Gründern, Gründer mit Gründern und solchen, die es werden könnten. Das alles passierte in Schlieren und es lag an diesem Ort, dass «booster» so schnell Realität werden konnte. Denn Schlieren hat sich in den letzten Jahren zum Silicon Valley von Zürich entwickelt. Vor allem alte Industriegelände bieten heute neue oder sanierte Locations für Gründer aller Art. Mitgründer Pascal Wasinger ist geborener «Schlieremer» und sagt: «Nur wenige S-Bahn-Stationen von der Zürcher Innenstadt entfernt ist somit ein ideales Ökosystem für Innovationen entstanden.» Es gibt junge Hightech- und Biotech-Firmen, viele Kreativ- und
IT-Unternehmen – einige davon sind Ausgründungen von der ETH oder Universität Zürich. Auch das Institut für Jungunternehmen Schweiz (IFJ) hat hier einen Hauptsitz. Schlieren versinnbildlicht eine neue Schweizer Start-up-Szene, die nach dem Motto arbeitet: Liefern statt lafern!

Gemeinsam etwas auf die Beine stellen


Genauso hat es das «booster»-Team gehalten. Alle drei hatten bereits Unternehmen gegründet und wussten genau, was zu tun ist: Eine GmbH wurde eingetragen, ein Businessplan erstellt, schnell folgten Corporate Identity, Visitenkarten, erste Ideen für das Layout und natürlich Themensammlungen mit spannenden Start-ups. Vier Ausgaben will man pro Jahr damit füllen. Die gedruckte Version ist deutschsprachig, online wird «booster» auf Deutsch und Englisch publiziert. Bei den Texten wird «booster» unterstützt von der Café Europe Textagentur GmbH, die auch punkt4.info herausgibt. Zu lesen sind selbst recherchierte Stories über Start-ups mit hochwertigen Fotos. Doch es gibt auch News aus der Szene, Tipps für alle, die etwas auf die Beine stellen wollen.  Die drei Gründer sind besonders stolz darauf, dass sie die erste Ausgabe eigenfinanziert stemmen können. Aber auch «booster» braucht Verstärker. Jeder ist willkommen, der ein Thema einbringen will. Insbesondere wenn eine Idee Antworten sucht auf gesellschaftliche Fragen. Andreas Kriesi sagt: «Wir freuen uns auf Partner, Investoren, Anzeigenkunden – auf alle, die gemeinsam mit uns daran glauben, dass in der Schweiz viele clevere Start-ups sitzen, die andere inspirieren können und selbst einen Booster verdienen.»