ETH-Forscher machen Batterien flexibel

Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben eine Batterie entwickelt, die sich verdrehen, dehnen und biegen lässt. Sie könnte in falt- und rollbaren Bildschirmen oder in intelligenter Kleidung verwendet werden.

 

Falt- oder rollbare Bildschirme, aber auch intelligente Kleidung, in der beispielsweise Sensoren zur Überwachung von Körperfunktionen integriert sind, sind für ihr Funktionieren auf eine Batterie angewiesen. Konventionelle Batterien aber sind schwer und unflexibel. Eine Gruppe von Wissenschaftlern der ETH um den Professor für Mulifunktionsmaterialien, Markus Niederberger, hat hier einen Ansatz entwickelt, der Abhilfe schaffen könnte. Die Wissenschaftler haben den Prototyp einer flexiblen, sehr dünnen Batterie entwickelt, informiert die ETH in einer Mitteilung. Diese Dünnfilmbatterie lässt sich ohne Unterbrechung ihrer Stromversorgung verformen.

Der neue Batterietyp ist aus lauter flexiblen Materialien sandwichartig aufgebaut. (Grafik: Gruppe Niederberger, ETH Zürich)

Der Aufbau der Batterie entspricht dem konventioneller Akkus, mit dem Unterschied, dass in der innovativen Batterie nur flexible Bauteile verwendet wurden. Kernstück der Batterie ist eine neuartige, unschädliche Elektrolytflüssigkeit. «Elektrolytflüssigkeiten in heutigen Batterien sind giftig und brennbar», erläutert Niederberger in der Mitteilung. Das von ETH-Doktorand Xi Chen entwickelte Elektrolyt hingegen besteht aus einem wasserbasierten Gel mit einer hohen Konzentration eines Lithiumsalzes.

Bis zur Marktreife des Produkts ist es jedoch noch ein weiter Weg. Zuvor müsse beispielsweise ein Verfahren gefunden werden, um die einzelnen Komponenten der Batterie auch langfristig dicht zu halten. Der im Prototyp verwendete Klebstoff ist dazu nicht geeignet. hs

 

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