KMU brauchen Digitalisierungsstrategie

Bild: Gorodenkoff

Insbesondere KMU wechseln oft zu digitalen Technologien, ohne eine Strategie dafür zu haben. Dies macht sie zu einer leichten Beute für Cyber-kriminelle. Laut economiesuisse liegt die Verantwortung beim Unternehmen, der Staat sollte aber die richtigen Anreize schaffen.

Während grosse Unternehmen mit Digitalstrategien vorpreschen, findet der digitale Wandel bei KMU oft unbewusst statt. So erleichtern digitale Technologien auch den Alltag in Schreinereien, Velowerkstätten oder Treuhandbüros. Dies betrifft nicht nur die Nutzung von Computern und Internet, sondern etwa auch die elektronische Erstellung von Bauplänen oder die Bestellung über Plattformen. Der Umstieg auf solche Abläufe bei KMU ist laut economiesuisse jedoch oft die Folge wenig durchdachter Entscheidungen. Ohne eine Strategie bietet die Digitalisierung allerdings Gefahren, warnt der Wirtschaftsverband. Cyberkriminelle seien grenzüberschreitend tätig und griffen dort zu, wo sich mit wenig Aufwand viel erreichen lasse. So nehmen spezialisierte Kriminelle laut economiesuisse gerade auch Schweizer KMU ins Visier.

Die Verantwortung ortet der Wirtschaftsverband in erster Linie bei den Unternehmen. So könnten etwa einzelne Branchen Minimalstandards im Sinne von Empfehlungen erarbeiten. Diese würden es KMU auch erlauben, vom Fachwissen grosser Unternehmen zu profitieren. Der Staat soll seinen Beitrag leisten, indem er solche Sicherheitsstandards fördert und für eine ausgeglichene Handhabung in Bezug auf die internationale Gesetzgebung sorgt, meint economiesuisse. Weiter sollte der Staat anreizbasierte Massnahmen schaffen, um dafür zu sorgen, dass Cyberkriminalität gemeldet werde. Eine erhöhte Transparenz mindere die Bedrohung, so economiesuisse.