Lugano-Hackathon gibt Zugang zu Daten der Stadt

Am kommenden Wochenende findet auf dem Campus Lugano der Universität der italienischen Schweiz der erste Hackathon statt. Dieser Wettbewerb richtet sich an Experten und Enthusiasten. Er gewährt freien Zugang zu anonymisierten Daten der Stadt.

 

Der erste Hackathon der Universität der italienischen Schweiz (USI) am kommenden Wochenende ist gleichzeitig ein erstes Experiment des Smart City-Projekts von Lugano. Dabei werden anonyme administrative und operative Daten der Stadt Lugano offen zugänglich sein. Den teilnehmenden Teams auf dem Campus Lugano stehen etwa demographische Informationen, Daten über Transaktionen in Geschäften der Stadt, zum Velo-Sharing oder über die Belegung öffentlicher Parkplätze zur Verfügung. Mithilfe dieser Daten müssen sich die Teilnehmer des USI Hackathons einer von zwei Aufgaben stellen: in der Kategorie Entwicklung (Kodierung), indem sie ein Tool oder einen Prototypen vorschlagen oder in der Kategorie Datenanalyse, indem sie Umfragen in der Bevölkerung anregen, die zur Bereitstellung innovativer Dienstleistungen führen können. Der Gewinner erhält 4000 Franken.

Für USI-Rektor Boas Erez verfügen «öffentliche Einrichtungen über eine Vielzahl von Daten, die stumm sind, bis bestimmte Fähigkeiten und Methoden sie zum Sprechen bringen. Die Hackathon-Methode ist eine davon. Sie ist ein Labor, in dem Ideen entwickelt werden können, und ein Ansatz, der bereits im Geschäftsumfeld bekannt ist und den wir jetzt auch im öffentlichen Sektor einbringen wollen.»

«Der Grundsatz des freien Zugangs zu Daten, Open-Data, ist ein Prinzip, das die Gemeinde adaptiert und in ihre strategischen Ziele 2018-2028 aufgenommen hat», erkärt der Stadtdirektor von Lugano, Robert Bregy. Solche Daten wolle die Stadt nun der Gesellschaft, Wissenschaftlern und anderen zur Verfügung stellen, damit sie zu einem «zweiten Leben» erweckt werden können.

«Ich habe persönlich an ähnlichen Veranstaltungen im Silicon Valley teilgenommen, wo die Ergebnisse oft zu echten Kernprodukten wurden», wird der Direktor der CodeLounge, Dr. Marco D’Ambros, in einer Medienmitteilungzitiert. Intensive Teamarbeit, getrieben von Leidenschaft und persönlichem Interesse und ohne die typischen Unterbrechungen eines Arbeitstags könnten sehr schnell zu exzellenten Ergebnissen führen.

Der Wettbewerb wird von der CodeLounge, dem Software-Forschungs- und Entwicklungszentrum am USI-Software Institute, organisiert. Eng eingebunden sind die Stadt Lugano und das Lugano Living Lab. mm

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