Mediale Sichtbarkeit zum richtigen Zeitpunkt

Professionelle PR (Öffentlichkeitsarbeit) ist ein Muss für Start-ups und Gründer, um der Öffentlichkeit im steigenden Wettbewerb um Aufmerksamkeit ihre Geschäftsidee vermitteln zu können. Eine Start-up-Story über eine noch unbekannte Marke in den führenden Medien zu platzieren, kann jedoch zur Herausforderung werden, denn bedingt durch den geringen Bekanntheitsgrad eines Start-ups ist auch die Business-Story für Journalisten meist nicht von Interesse.

 

Auch kann das Thema zu komplex sein, was die Start-up-Story für Aussenstehende unverständlich macht. Hiervon sind oft Fintechs betroffen. Weitere PR-Herausforderungen stellen fehlende finanzielle Mittel, einem guten Journalistennetzwerk und mangelnde Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Journalisten dar. Für Start-ups ist es jedoch wichtig, öffentliche Aufmerksamkeit zu erhalten. Im Interview mit Brigitte Kaps, CEO und Founder von Rent a PR, erfahren wir mehr, darüber, wie wir professionelle PR mieten können.

Warum fokussiert sich Rent a PR auf Start-ups?

Wir kennen die Start-up-Szene, da wir seit vielen Jahren in der Start-up- und Fintech- Szene tätig sind. Wir sind auch mit den verbundenen Herausforderungen vertraut, andererseits haben wir langjährige internationale PR-Erfahrung. Diesen Wissensmix wollen wir sharen.

Wie arbeitet ihr?

Auf Abruf. Der Name «Rent a PR» ist Programm. Wir arbeiten nicht auf monatlicher PR-Budget-Basis. Das macht für Start-ups keinen Sinn. Ein Start-up ist bereit, um den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen? Wir finden die passende Story und den richtigen Zeitpunkt, um mit Medien in Kontakt zu treten, denn wir arbeiten mit ständigem Blick auf die Entwicklungen in der Gründerszene und das entsprechende Geschäftsumfeld.

Was unterscheidet Rent a PR von den üblichen PR-Agenturen?

Viele PR-Agenturen werfen oft keinen zweiten Blick auf die Business Stories von Start-ups. Das ist ok, auch nachvollziehbar und unter anderem in dem meist fehlenden und niedrigen PR-Budget der Start-ups begründet. Wir sehen aber die Notwendigkeit, dass Start-ups geholfen wird.

Was sind aus deiner Sicht ein wichtiger PR-Trend in 2019?

Viele Firmen konzentrieren sich darauf, ihre Marken aufzubauen, indem sie in ihren Blogs mit gezieltem Storytelling glaubwürdige und ehrliche Inhalte anbieten. Dies ist umso wichtiger, wenn Mainstream-Medien branchenspezifische Nachrichten nicht angemessen abdecken. Start-ups sollten Storytelling gezielt nutzen, um ihr Markenimage effektiv aufzubauen.

… und die sozialen Medien?

Diese spielen nach wie vor eine wichtige Rolle. Die Nutzung von Social Media, um das richtige Publikum zu erreichen, ist ein wichtiges Element in der PR. Social Listening hilft, wichtige Erkenntnisse über die Marke zu gewinnen. Das beinhaltet sowohl ständiges Social-Media-Management als auch die Beantwortung von Kommentaren. Social Listening hilft, die Stimmung im Internet zu verstehen, wodurch Marken ihre Marketingziele immer aktuell halten können.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der PR?

Künstliche Intelligenz (AI) wird die Kommunikation verbessern, sie nicht bedrohen. AI wird organischer und straffer in die Öffentlichkeitsarbeit integriert und wird dazu beitragen, die Kommunikation mit Kunden zu verbessern.

Wenn du die Wahl hättest zwischen PR und Online-Marketing.
Für was würdest du dich entscheiden?

Das kommt auf die Business Story an. Beide sind wichtig und eng miteinander verbunden. Aber was die Wirkung betrifft, kann ich nur in Richard Bransons Worten sprechen: «Eine gute PR-Story ist wesentlich effizienter als eine Werbeanzeige auf der Vorderseite eines Magazins.»

Brigitte Kaps


Nach langjähriger Tätigkeit in diversen internationalen Führungspositionen in der Bankenbranche als Head of Communications & PR leitete Brigitte 2009-2014 als Mitglied der Geschäftsleitung einer börsenkotierten Schweizer Bank den Bereich Corporate Communications & PR. Nach erfolgreich abgeschlossenen Börsengang der Bank stieg Brigitte aus und gründete in 2015 ihr erstes Startup: Only1life AG, eine Scheidungsberatungsplattform, die in den Schweizer Medien Furore machte und inzwischen auch in München aktiv ist. 2017 lancierte Brigitte Rent a PR, eine PR-Beratung mit Fokus auf Start-ups.

Weitere Infos unter
www.rentapr.ch

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