Nationalrat will effizienteren Umgang mit Plastik

Der hohe Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststoffen in der Schweiz und die Verschmutzung der Umwelt mit Plastik sollen reduziert werden. Dafür hat sich der Nationalrat mit grosser Mehrheit ausgesprochen. Bundesrätin Sommaruga will dafür eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiten.

 

Die grosse Mehrheit des Nationalrats ist sich einig: Der Bundesrat soll aufzeigen, wie er einen ökologischen, effizienten und wirtschaftlich rentablen Umgang mit Kunststoffen sicherstellen kann, und er soll einen Aktionsplan vorlegen, wie die Belastung der Umwelt mit Plastik verringert werden kann. Der Nationalrat hat am Dienstag zwei entsprechende Postulate der Waadtländer Grünen Adèle Thorens Goumaz und der Schaffhauser Sozialdemokratin Martina Munz mit je zwei Dritteln der Stimmen angenommen. Nur die meisten Mitglieder der SVP-Fraktion lehnten die Vorstösse ab. Die beiden Autorinnen der Postulate verwiesen auf den hohen und steigenden Kunststoffverbrauch pro Kopf von derzeit 125 Kilogramm und auf die bestehenden Möglichkeiten eines effizienteren Umgangs mit Plastik.

Der Bundesrat hatte zuvor bereits die Annahme der Postulate empfohlen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga sprach sich laut dem Wortprotokoll des Nationalrats ebenfalls für die Annahme aus. Sie will dabei eng mit der Industrie zusammenarbeiten. «Ich bin da sehr motiviert, zusammen mit der Wirtschaft hier Wege aufzuzeigen, wie man vorwärtskommt.» In dem Bericht, den der Bundesrat vorlegen wird, würden die Kosten und der Nutzen der verschiedenen Massnahmen gegeneinander abgewogen. «Selbstverständlich stehen die Eigenverantwortung und die verursachergerechte Finanzierung im Vordergrund», so Sommaruga. stk

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