Neue Technik könnte Objekte unsichtbar machen

Einer internationalen Forschergruppe mit Schweizer Beteiligung ist es gelungen, Schallwellen unverändert durch ein Labyrinth an Hindernissen zu schicken. Mit der Manipulationstechnik könnten Objekte künftig unsichtbar gemacht werden.

 

Wellen werden durch Hindernisse auf komplizierte Weise abgelenkt. Dies erfährt man auch im Alltag. Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) arbeiten gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität (TU) Wien und der Universität Kreta an Methoden, die Wellen gezielt so manipulieren zu können, dass sie sich praktisch ungestört fortbewegen können. Dies ist ihnen nun mit Schallwellen gelungen. Sie haben Schallwellen durch ein Rohr mit verschiedenen Hindernissen geschickt. Dazu wurden präzise gesteuerte Lautsprecher an den Hindernissen installiert. «Die Lautsprecher sind allerdings nicht dazu da, um die ursprüngliche Schallwelle auf der anderen Seite des Rohres einfach zu reproduzieren – das wäre zu einfach», erklärt Andre Brandstötter, ein Ko-Autor der Studie, in einer Mitteilung der TU Wien. «Es geht darum, die Schallwelle Punkt für Punkt zu manipulieren und sie gewissermassen durch das Rohr hindurchzulotsen, sodass sie an bestimmten Stellen im Rohr immer genau dieselbe Stärke hat.»

Die Methode liesse sich laut den Forscher auch auf andere Arten von Wellen anwenden. «Wenn dasselbe im dreidimensionalen Raum mit Lichtwellen gelingt, könnte man im Prinzip Objekte unsichtbar machen», sagt Stefan Rotter, ebenfalls Ko-Autor der Studie. Materialien sind nämlich dann sichtbar, wenn Lichtwellen an der Oberfläche reflektiert, also im Inneren gestreut und absorbiert werden. Können die Wellen eine Struktur jedoch unbeschadet durchqueren, wird sie unsichtbar.

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