Raum fürs Leben schaffen

Wohnen bedeutet, mit den eigenen vier Wänden, aber auch mit der Umwelt in Verbindung zu stehen. Das neue Buch «Lebensraum schaffen» des Vereins für Integrale Architektur (VIAL) zeigt integrale Ansätze zur künftigen Lebensraumgestaltung auf.

Von Fabrice Müller

Wie wohnen wir heute? Wie wollen wir künftig wohnen? Mit ihrem Buch «Raum fürs Leben schaffen – integrale Ansätze für die Lebensraumgestaltung von morgen» beschäftigt sich das neunköpfige Autorenteam des Vereins für Integrale Architektur (VIAL) mit den ganzheitlichen Fragen rund um Architektur, Mensch und Natur. Der ETH-Architekt und Baubiologe Urs Maurer etwa betrachtet die Architekturgeschichte als Spiegel der Metamorphose menschlichen Bewusstseins. Er stellt die Geschichte der Gestaltung des Raumes mit der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins in Zusammenhang. Erwin Frohmann, Biologe, Landschaftsarchitekt und Dozent am Institut für Landschaftsarchitektur der Universität für Bodenkultur in Wien, beschäftigt sich mit der Thematik Raumwirkung und Raumwahrnehmung. «Beide werden in der Begegnung zwischen Mensch und Raum zu einem gemeinsamen Erlebnis. Beide treten miteinander in Resonanz und bringen die Entwicklung von Mensch und Raum in dieses Zueinanderkommen mit ein», schreibt Erwin Frohmann.

Wandel in der Architektur initiieren
Über den «Genius Loci», den Geist eines Ortes, schreibt Uwe Breuer, Feng-Shui- sowie Radiästhetischer Lebens-Energie-Berater, und geht dabei auf die integrale Energetik in der Architektur ein. Daneben kommen ferner Themen wie die organische Architektur, die Baubiologie und Bauökonomie, die integrale Ökologie und Immobilienwirtschaft oder die ganzheitliche Lebensraumgestaltung zur Sprache. «Die Beiträge sind wie Puzzleteile einer integralen Perspektive zu verstehen, deren Fokus auf dem Wandel der Mensch-Lebens-Raum-Beziehung liegt», sagt Stefan Kessler, Mitherausgeber und Präsident des Vereins für Integrale Architektur. Der Verein hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, einen Wandel in der Architektur zu initiieren. «Wir wollen ein Gegengewicht dazu bilden. Die Baulandreserven in der Schweiz sind bekanntlich knapp. Es braucht deshalb einen sorgsamen Umgang mit Land und Natur. Diese Zusammenhänge zeigen wir auf, damit die Architektur wieder mehr den Menschen im Sein und in seiner individuellen Entwicklung unterstützt», sagt Stefan Kessler.

Weitere Infos unter
integrale-architektur.ch