Solothurn erhält Technologietransferzentrum für 3D-Druck

Ein Kieferimplantat aus dem 3D-Drucker. Das neue Swiss m4m Center will den 3D-Druck im Medtech-Bereich vorantreiben. Bild: Empa

Die Empa will ein neues Technologietransferzentrum in Bettlach aufbauen, welches auf den 3D-Druck im Medtech-Bereich spezialisiert ist. Das Zentrum soll helfen, das Fachwissen in diesem Bereich von der Wissenschaft in die Industrie zu bringen. Finanziert wird es von der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft.

Auf dem Gelände des Bettlacher Medtech-Unternehmens 41medical soll Ende 2019 ein Technologietransferzentrum seinen Betrieb aufnehmen. Das Zentrum namens Swiss m4m Center wurde von Pierangelo Gröning, Mitglied der Direktion der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), initiiert. Es wird in Form einer Public-Private Partnership aufgebaut und sowohl durch öffentliche Gelder als auch durch Unternehmen der Privatwirtschaft finanziert und betrieben. Beteiligt sind die Kantone Solothurn und Bern sowie zahlreiche Partner aus Forschung, Spitälern und Privatwirtschaft.

Das Swiss m4m Center wird auf 3D-Druck im Medtech-Bereich spezialisiert sein. Es soll helfen, das Fachwissen aus der Wissenschaft in die Industrie zu übertragen. Gleichzeitig soll es die Forschung in diesem Bereich vorantreiben. «Um neue Technologien erfolgreich in die Industrie zu überführen, sind einerseits die Erfahrung der Industrie, andererseits aber auch neue Materialien und Erkenntnisse aus der Forschung notwendig», erklärt Gröning in einer Mitteilung der Empa. «Genau dies wollen wir mit dem neuen Zentrum in einer für die Schweiz wichtigen Branche, der Medizinaltechnik, erreichen.»

Das Swiss m4m Center im Kanton Solothurn soll nicht das einzige solche Zentrum bleiben. Um den Produktionsstandort Schweiz weiter zur stärken, wurde die Allianz für Advanced Manufacturing Technology Transfer Centers (AM-TTC) ins Leben gerufen. Sie ist Teil des Aktionsplans Digitalisierung des Bundes und hat zum Ziel, ein Netzwerk und eine Allianz von Technologietransferzentren zu betreiben. Neben dem Zentrum in Bettlach sind den Angaben der Empa zufolge elf weitere Zentren angedacht und in Planung. Die Themen reichen dabei von der Herstellung von Batteriezellen bis hin zum Einsatz digitaler Fertigungstechnologien und Robotern im Bauwesen. ssp