Von der Ziege zum Portemonnaie

Von Anicia Kohler I flamingotext.ch

Weil sie klein sind, landen Ziegenhäute meist im Abfall. Sven Rütti will den Missstand beheben und stellt limitierte Auflagen seines Kreditkartenportemonnaies «feuil MOITIÉ MOITIÉ» aus Schweizer Ziegenleder her.

 

 

Design statt Abfall


«Nichts passiert mit den Häuten», sagte der Biobauer im Zivildiensteinsatz 2016 zu Produkt-Designer Sven Rütti. Dabei sei Ziegenleder widerstandsfähig und hochwertig. Diese Aussage entfachte in Rütti eine Passion für den vernachlässigten Rohstoff, und er begann nach Möglichkeiten zu suchen, Ledereditionen seiner Produkte herzustellen. Heute liefern ihm zahlreiche Bauern aus dem Berner Seeland Tierhäute, die im Emmental in einer der letzten ökologischen Gerbereien der Schweiz verarbeitet werden. Die Portemonnaies werden gemeinsam mit Sozial- und Arbeitslosenwerkstätten aus dem Berner Seeland selber hergestellt. Spezialisierte Arbeiten wie das Vernähen und Gerben von Leder finden wiederum im Emmental statt.

Mehr Ziegenleder für die Schweiz


Sven Rütti sind nachvollziehbare, transparente Prozesse ein grosses Anliegen. Die Arbeit an feuil MOITIÉ MOITIÉ hat ihn gewissermassen «auf die Geiss» gebracht, er will sich in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, dass Schweizer Leder als eigenständiges Qualitätsprodukt aus dem Schatten treten kann. Mit dem Label «swiss organic leather», das garantiert, dass ausschliesslich Schweizer Leder verwendet wurde, hat er dafür bereits einen ersten Schritt gemacht.

Weitere Infos unter
www.feuil.ch

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